Ballettschule
Armin Weiss
  Bühlstr. 21
72458 Albstadt

Telefon 07431/590595

armin@ballettschule-weiss.de


 

Weihnachtsgruß der Oberstufe 2020

Liebe Frau Weiß, Lieber Herr Weiß,
da wir dieses Jahr nicht wie immer zum traditionellen Weihnachtstee zusammenkommen können, möchten wir Ihnen auf diesem Wege eine kleine Freude zu Weihnachten bereiten.
Nachdem 2019 mit unserer Aufführung so schön geendet hat, sind wir mit viel Motivation und Elan in das neue Jahr gestartet. Nach den ersten Wochen hatten wir wieder in die Routine gefunden und waren fleißig dabei, an unseren Zielen zu arbeiten. Jedoch wurden wir durch Corona abrupt und unerfreulich aus unserem Trainingsalltag gerissen. Aber es wäre nicht die Ballettschule Weiß, wenn Sie nicht in Windeseile eine Lösung gefunden und uns mit alternativen Trainingsvideos versorgt hätten. So hatten wir die Möglichkeit, aktiv zu bleiben. Ob Schreibtischstuhl, Treppengeländer oder Türklinke - überall wurden kreative Ballettstangen gefunden, um weiter trainieren zu können. Deutlicher als je zuvor haben wir so gespürt, wie viel uns der Unterricht in der Ballettschule bedeutet. Das gemeinsame Tanzen, der Zusammenhalt, die gegenseitige Motivation, das sind die Dinge, die wir so sehr wertschätzen. Und umso mehr haben wir deshalb spontane Improvisationen, das Ausleben der Kreativität, die fröhliche und harmonische Gruppenatmosphäre und die gemeinsame Zeit vermisst.
Dementsprechend groß war dann die Freude als wir wieder zurück in den Ballettsaal konnten. Zu diesem Zeitpunkt vor einem Jahr waren wir voll im Probenmodus für die Aufführung. Wir hatten vielleicht nicht die gleiche Form wie im Vorjahr, aber die Motivation war mindestens genauso groß. Die übliche Freude über die freien Wochen im Sommer war dieses Jahr nicht so groß wie sonst, aber mittlerweile waren wir lle erprobt darin, zuhause zu trainieren. Wieder einmal hieß es dann im September: Maske tragen, Hände desinfizieren und Abstand halten beim Trainieren. Eine leichte Hassliebe entwickelte sich zu den schwarzen Platzmarkierungen am Boden, denn obwohl sie es uns ermöglichten, den Abstand zu halten, erinnerten sie uns gleichzeitig auch ständig daran, dass noch viel Arbeit an der Technik notwendig ist, um bei Sprüngen auf dem Platz zu bleiben. Aber auch von diesen mussten wir uns bald wieder verabschieden, als es im November wieder in den Home-Ballettsaal ging. Dieses Mal schon erfahren mit der Durchführung, durften wir uns über die Fortführung der Videoreihe aus dem Ballettsaal freuen.
Einige von uns kamen sogar in den Genuss von Privatstunden, um individuell das Training fortführen zu können.
Hier hat sich wieder einmal das Organisationstalent von Frau Weiß bewiesen. Bei Telefonaten wie bei Gesprächen vor oder nach der Stunde hat ihre freundliche und liebe Art jedes Mal den Tag verschönert.
Obwohl es keine Aussicht auf Besserung für das Ende des Jahres gibt, gab es durch die beeindruckende Leistung von Emma beim Weltcup doch einen kleinen Lichtblick. Wir haben mitgefiebert und gefeiert, als sie den 2. Platz belegt hat – an dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch!


Liebe Frau Weiß, Lieber Herr Weiß,
es war für uns alle kein leichtes Jahr und besonders nicht für Sie. Obwohl Sie vor so große Herausforderungen gestellt wurden, hat sich wieder einmal gezeigt, wie viel Herzblut Sie in die Ballettschule stecken. Wir sind Ihnen sehr dankbar für all das, was Sie tun! Ihr Engagement und die Leidenschaft, mit der Sie die Ballettschule leiten, sind bewundernswert und es macht uns sehr stolz und dankbar, ein Teil davon sein zu dürfen.
Wir blicken mit viel Zuversicht und Hoffnung in das neue Jahr. Die vergangenen Monate waren nicht leicht, aber Sie haben uns auch viel gelehrt. Wir haben gelernt, dass Ballettunterricht nicht das gleiche ist, wenn die Musik nicht ab und an von den verzweifelten Rufen von Herrn Weiß unterbrochen wird, weil wir seine Angaben nicht richtig ausführen. Die kreative Art, mit der Sie uns verdeutlichen, wie schwierige Bewegungen ausgeführt werden müssen, aber auch das stille zufriedene Nicken, wenn man es endlich richtig gemacht hat, sind das, was den Unterricht ausmachen.
Ballett ist wie das Leben; man lernt nie aus. Und so hoffen wir, dass wir 2021 wieder gemeinsam tanzen, lernen und schöne Erinnerungen sammeln können.
Wir wünschen Ihnen bis dahin frohe Weihnachten, ein gesegnetes Fest und einen guten Start ins neue Jahr!

Ihre OBERSTUFE, im Dezember 2020

Vanessa Schönleber

Albstadt, Oktober 2020

Mein Name ist Vanessa Schönleber, ich bin 18 Jahre alt und seit ich denken kann, spielt der Tanz eine große Rolle in meinem Leben.
Begonnen hat mein Weg mit tänzerischer Früherziehung in Stuttgart. Nach unserem Umzug nach Albstadt wollte ich dies weiterführen in Form von Ballettunterricht. Meine Mutter fand bei ihrer Suche die Ballettschule Armin Weiß und mit meiner Anmeldung hat sie den Grundstein für eine Leidenschaft gelegt, die mich jetzt seit mehr als zehn Jahren begleitet. Wenn ich daran denke, wie ich mit dem Tanzen angefangen habe, kann ich kaum glauben, wie aus dem kleinen Mädchen mit Pony, das noch keine Ahnung hatte, wie weit es noch gehen würde, die junge Frau, die ich heute bin, geworden ist. Aber eins ist sicher: Ohne die Hingabe, die Disziplin und das Vertrauen, dass Herr Weiß in mich wie in alle seine Schüler gesteckt hat, wäre die Entwicklung, die ich so durchlebt habe, keinesfalls möglich gewesen.
Angefangen mit einer Ballettstunde die Woche, gehe ich mittlerweile viermal wöchentlich ins Training. Auch wenn andere davon meist etwas überrascht sind, weil doch ziemlich viel Zeit so für das Ballett gebraucht wird, war weniger Unterricht für mich nie eine Option. In jeder Stunde kann man an das Gelernte der vorherigen anknüpfen. Denn wenn man sich für das Ballett entscheidet, ist die Bezeichnung als bloßes „Hobby“ meiner Meinung nach nicht mehr richtig. Wenn man wirklich im Rahmen seiner Fähigkeiten so tief wie möglich in die Welt des Tanzes eintauchen möchte, muss man diesem auch eine entsprechende Bedeutung zuschreiben und dafür anderes vielleicht auch zurückstellen.
In meinem Fall hat das aber keinesfalls die Vernachlässigung etwa von schulischen Leistungen bedeutet. Ganz im Gegenteil: Zum einen hatte ich so gerade in stressigen Lernphasen einen Ausgleich zum vielen Sitzen, was mich mehr als nur einmal vor dem Durchdrehen bewahrt hat. Viel wichtiger sind zum anderen aber die Charaktereigenschaften, die ich daraus ziehen konnte. Tanzen erfordert Tag für Tag höchste Disziplin und Anstrengung. Und auch wenn man selbst vielleicht mal keine so große Lust hat, ist Herr Weiß immer hinterher, uns zu motivieren. Denn in ihm habe ich einen Lehrer gefunden, der an sich selbst und so auch an seine Schüler höchste Ansprüche stellt.
Es ist nicht immer einfach oder angenehm, an die eigenen Grenzen zu stoßen und stets Dinge noch besser ausführen zu wollen als bisher, aber so verdanke ich dem Ballett nicht nur ein hohes Maß an Disziplin, sondern auch den Willen, alles zu geben und das Beste aus den mir gegebenen Voraussetzungen zu machen. Wenn ich etwas anfange, dann mit dem Ziel, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Hier wurde ich maßgeblich durch meine Zeit im Ballett geprägt. Auch wenn ich manchmal denke, das, was ich mache, wäre schon alles was geht, wird Herr Weiß nie müde, mich darauf hinzuweisen, was noch möglich ist. Er unterrichtet mich nun schon so lange, dass ich nicht selten das Gefühl habe, dass er mich und meinen Körper besser kennt als ich selbst. Er sieht noch Potenzial, wenn für mich schon Grenzen erreicht sind und findet immer einen Weg, mich über die Schranken in meiner Sicht hinwegzuführen und so neue Stufen zu erreichen. Sein Wissen über den Tanz, den Körper, die mentale Steuerung, und wie man daraus eine ästhetische Einheit schafft, ist nicht nur einzigartig, sondern auch absolut beeindruckend. Ich hoffe sehr, dass ich später in meinem Beruf auch nur ansatzweise so viel Kenntnis und Kompetenz vorzeigen kann wie er.
Die jahrelange Arbeit, die ich in meine Ballettausbildung gesteckt habe, erlebte im November 2019 ihren Höhepunkt. Ich durfte einen der beiden Protagonisten beim Ballettabend der Ballettschule, den es so nur alle fünf Jahre gibt, tanzen. Wir verbrachten viele Stunden auch außerhalb des regulären Unterrichts mit Proben, doch die viele Arbeit wurde reichlich belohnt durch das Gefühl, auf der Bühne die Zuschauer in eine andere Welt eintauchen zu lassen und ihnen die Schönheit des Tanzes näher bringen zu können. Auch hier ist es verblüffend, wie ich von meiner ersten Aufführung 2009, in der ich unter anderem eine Mauer tanzen durften – denn selbst etwas scheinbar so Banales kann durch die Kreativität von Herrn Weiß Bedeutung und Anmut erlangen- zum Protagonisten geworden bin. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er mir dieses Vertrauen geschenkt hat und ich dadurch diese wundervolle Erfahrung machen durfte.
Gerade bei der Aufführung wird aber auch sichtbar, dass hinter der Ballettschule auch Eva Weiß steckt. Egal, was ist, sie ist immer hilfsbereit, freundlich und beratend anzutreffen. Multitasking kennt sie besser als die meisten und dennoch lässt sie sich ihr Lächeln nicht nehmen. Durch eine gute Freundschaft zu Pauline Weiß habe ich nicht wenige Stunden oben in der Wohnung verbringen dürfen. Es ist immer was los im Hause Weiß, aber nie habe ich das Gefühl bekommen, nicht willkommen zu sein. Durch die Herzlichkeit, die mir entgegengebracht wurde und die Selbstverständlichkeit, mit der ich aufgenommen wurde, sind mir alle sehr ans Herz gewachsen.
Umso schwerer fällt mir dadurch die Tatsache, dass ich durch das mir nun bevorstehende Studium und die damit verbundene örtliche Trennung das Ballett voraussichtlich nicht mehr in der gleichen Intensität weiterführen kann wie bisher. Aber das heißt keinesfalls, dass dies das Ende ist. Das Tanzen hat mein Leben nun schon so lange begleitet und mitgeformt, dass ein Leben völlig ohne für mich nicht vorstellbar ist. Deshalb werde ich jede Gelegenheit nutzen, um mein Training im Ballettsaal der Bühlstraße 21 weiterzuführen.
Für die schöne Zeit, die ich bisher hier erleben durfte möchte ich mich ganz herzlich bei der Familie Weiß bedanken und hoffe, dass ich noch viele weitere Jahre meines Lebens mit ihnen teilen darf.

 

 

Katja Steidle

Katja Steidle

Katja Steidle


Tanja Probst


 


Gudrun Schreiber

Vaihingen, den 27.8.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

Herrn Armin Weiß lernte ich – Gudrun Schreiber Leiterin der Ballettschule Schreiber in Vaihingen Enz –1992 kennen, als er sich im Rahmen seiner Ausbildung zum Ballettlehrer bei Ursula Borrmann, um die Möglichkeit zur Hospitanz und Unterrichtspraxis in meiner Ballettschule bewarb.

Er hospitierte und unterrichtete zwei Jahre während seiner Ausbildung an meiner Schule und trainierte auch mit meinen fortgeschrittenen SchülerInnen jahrelang, bis es ihm durch die Arbeit in seiner eigenen Schule zeitlich nicht mehr möglich war.

Sein sicheres Auftreten, seine ruhige und bestimmte Art waren schon von Anfang an eine sichere Basis für seine Ausbildung zum Ballettlehrer. Er war in der Lage fachliche und methodische Lücken bei sich zu erkennen und durch gezielte Fragen zu schließen. Es war deutlich zu sehen, dass seine vorrausgegangene große sportliche Karriere eine gute Grundlage sowohl im Aneignen von Techniken und Methoden als auch im Umgang mit Schülern, Lehrern und Kollegen bildete.

Zielgerichtet und mit außerordentlichem Engagement meisterte er den raschen Aufbau seiner eigenen Ballettschule in Albstadt. Von Beginn an arbeitete er nach dem Lehrplan, den Frau Ursula Borrmann in Anlehnung an den Lehrplan der Waganowa Akademie in St. Petersburg erstellte. Frau Borrmann ist Dozentin für Ballettpädagogen. Sie wurde selbst an der Waganowa Akademie ausgebildet und war zuletzt an der Ballettakademie in Köln für die Ballettpädagogenausbildung zuständig.

Frau Borrmann wird von Herrn Weiß regelmäßig zu Prüfungen an seine Schule eingeladen. Diese Prüfungen geben nicht nur den Schülerinnen eine Orientierung über ihren Stand, sondern zeigen auch die Strukturen, die Herr Weiß in seiner Schule aufgebaut hat und an deren Erhalt und Verbesserung er ständig arbeitet.

Sowohl regelmäßiger verbaler Austausch als auch gemeinsame Workshops für die Schülerinnen unserer beiden Schulen und das jährliche Borrmannballettlager in der Schweiz geben mir ständig die Möglichkeit, Einblick in die Arbeit von Herrn Weiß zu haben. Dabei bin ich auch von der pädagogischen Arbeit von Herrn Weiß sehr beeindruckt. Er ist in der Lage seinen Schülerinnen auch hierbei gute Führung zu geben, sie in ihren Entscheidungen zu unterstützen, ihnen aber auch klar die Grenzen ihrer Möglichkeiten im Hinblick auf eine Berufsausbildung aufzuzeigen.

Diese Stärke ist sehr selten im Bereich der Ballettvorausbildung, häufig wird der Ehrgeiz von Ballettlehrern auf dem Rücken der Ballettschüler ausgetragen.

Zusammenfassend kann ich die Arbeit, die Herr Weiß in seiner Schule leistet sowohl fachlich als auch strukturell und methodisch als herausragend bezeichnen.

Meine eigene Schule besteht seit 1975. Davor habe ich eine staatliche Lehrerausbildung in Sport gemacht, da damals eine tanzpädagogische Ausbildung in Deutschland nicht möglich war. Auch ich bilde mich in Seminaren bei Frau Ursula Borrmann noch immer fort und organisiere diese Seminare auch ab und zu.

Auf seinem weiteren Berufsweg wünsche ich Herrn Weiß, dass er viele SchülerInnen haben wird, die er mit Engagement und Weitblick  für Ballettakademien vorbereiten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Gudrun Schreiber



Familie Lax

Familie Goder

Hanna Kurz